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„Dialog Natur & Geist“ – Tagung

Freitag, 2. März 2007, 16.00 Uhr - Samstag, 3. März 2007, 18.00 Uhr

Eigenwert der Tiere?

Nachdenken über das Mensch-Tier-Verhältnis

Kooperation mit der Gesellschaft für Verantwortung in der Wissenschaft

und dem UmweltHaus am Schüberg

 

Das Tier und das Tier „Mensch“: eine Jahrtausende alte Beziehung, gekennzeichnet durch Partnerschaft und Hilfe, aber auch oder vor allem durch ein einseitiges Verhältnis der Nutzung und Inanspruchnahme; auch von Ausbeutung wird gesprochen.

„Die Idee des Menschen in der europäischen Geschichte drückt sich in der Unterscheidung vom Tier aus. Mit seiner Unvernunft beweisen sie die Menschenwürde.“ So schrieben Max Horkheimer und Theodor W. Adorno schon 1947 in ihrer „Dialektik der Aufklärung“. In dieser Perspektive sind die Anthropologie, das Bild des Menschen von sich selbst, und sein Bild vom Tier auf unglückliche Weise miteinander verknüpft: Der Mensch scheint sich seines eigenen Wertes nur dann versichern zu können, wenn er Tieren den Eigenwert abspricht, wenn er sich mit seinem eigenen geistigen Bewusstsein von der „Bewusstlosigkeit“ der Tiere abhebt. Müssen aber in einem wirklich aufgeklärten „Dialog Natur & Geist“ Tiere nicht eine viel bedeutendere Rolle spielen, etwa bei der Frage nach Bewusstsein und Seele, nach Mitgefühl und Würde?

Die Zeichen mehren sich, dass unsere Art und Weise der „Unterscheidung vom Tier“ die eigene Menschenwürde nachhaltig angreift. Schlägt sie – durch BSE-Krise, Schweinepest und Vogelgrippe – jetzt auch ganz real und nicht mehr nur mental auf den Menschen zurück? Besteht in dieser Situation die Chance, ein neues Verhältnis zu den Tieren zu begründen? Immer mehr Stimmen fordern, endlich den Eigenwert der Tiere ernst zu nehmen und unseren Umgang mit ihnen unabhängig von seinem Nutzen für den Menschen zu legitimieren. Die Konsequenzen einer solchen Haltung können aber nur in einer gründlichen ethischen Reflexion gezogen werden; sie reichen von der Forderung, die Nutzung von Tieren konsequent zu vermeiden bis hin zu einer „Ethik des Schlachtens“.

Die hier aufgeworfenen Fragen lassen sich nur im Gespräch verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen miteinander behandeln. Unsere Tagung will versuchen, im interdisziplinären Dialog an einer tragfähigen Grundlage für ein verändertes individuelles, aber auch gesellschaftliches Verhalten zu den Tieren zu arbeiten.

 

Programm

 

Freitag, 2.März 2007

 

15.30 Uhr       Stehkaffee

 

16.00 Uhr         Begrüßung und Einführung

                        Thomas Schönberger, Dr. Frank Meyberg, Dr. Hans-Gerd Schwandt

 

16.15 Uhr                     Prof. Dr. Thomas H. Macho, Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt Universität zu Berlin

Tiere Menschen Maschinen. Zur Kritik der Anthropologie

 

18.00 Uhr         Dr. Claude Pasquini, Luxemburg, Affiliate Member of the International Association

                         for the Scientific Study of Consciousness

Das Tier im Menschen oder der Mensch im Tier?

Ein Plädoyer für den Abschied vom Menschen als Maß aller Dinge

 

20.00 Uhr       Vegetarisches Büffet

                        anschl. kulturelles Abendprogramm:

                        Cord Riechelmann, Berlin

Der Lärm der Stadt im Gesang der Stare

In den letzten Jahren hat eine regelrechte Völkerwanderung der Tiere vom Land in die Stadt stattgefunden. Füchse, Wanderfalken, Habichte und Singvögel wie Stare haben in der Stadt ein Refugium gefunden, das sie vor den Zudringlichkeiten der intensiv-industrialiserten Landwirtschaft schützt. Damit sind verschiedene Verhaltensänderungen verbunden, die die Arten je spezifisch den Stadtraum in ihren Lebenszyklus integrieren lassen. Am Beispiel des Gesangs der Stare wird gezeigt, wie das geschieht.

 

Brot und Wein

 

 

 

Samstag, 3. März 2007

9.30 Uhr           Der Stand der Dinge (1)

Prof. Dr. Hanno Würbel, Professor für Tierschutz und Ethologie am Institut für Veterinär-Physiologie der Justus-Liebig-Universität Giessen

Biologische Grundlagen zum ethischen Tierschutz

 

10.45 Uhr       Kaffeepause

 

11.15 Uhr         Der Stand der Dinge (2)

Prof. Dr. Rainer Hagencord, Professor für theologische Ethik an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen, Berlin

                        Theologische Aussagen zum Mensch-Tier-Verhältnis

 

12.30 Uhr       Mittagessen

 

14.00 Uhr         Der Stand der Dinge (3)

                        Dr. Michael Schröter, Bremen

Positionen in der Rechtswissenschaft

 

15.15 Uhr       Kaffeepause

 

15.45 Uhr         Susanne Vitzthum, Justiziarin und Executive Director Jane Goodall Institut Deutschland

Menschenrechte für Menschenaffen – überfälliger Fortschritt des Rechts oder überzogene Vermenschlichung?

 

17.15 Uhr         Schlussdiskussion

                        Moderation: Cord Riechelmann, Berlin

 

18.00 Uhr       Ende der Tagung

 

 

 

Teilnehmerbeitrag: 20,00 €; ermäßigt 15,00 €

Vegetarisches Abendbüffet: 6,75 €

Vegetarisches Mittagessen: 8,75 €

Anmeldung erbeten: Tel. 040 - 369 52-111, kah-programm@kk-erzbistum-hh.de

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AKUT informiert:

 
Veranstalter: "GELB" (Gesunde Ernährung und Lebensführung Bockhorn)
Zitat von der Homepage (http://www.nwn.de/gelb/index.html)
 
Im G E L B finden Sie Menschen, die sich für gesunde Ernährung und Lebensführung interessieren, und die neutral und unabhängig informiert werden möchten.

Beim G E L B hören Sie Referenten, die genau diese Informationen bieten können.
Oft sind es Pioniere und Querdenker, die weitab vom üblichen Denken und Handeln eigene Erfahrungen gemacht haben und darüber berichten.

Wir vom G E L B sind ein Gesprächskreis mit Vortragsveranstaltungen in Bockhorn, Landkreis Friesland, (zwischen Oldenburg/in Oldenburg und Wilhelmshaven). Unser Dorf liegt am Jadebusen.
In unseren Aussagen zur gesunden Ernährung und Lebensführung verfolgen wir ähnliche Ziele wie die von Dr. Max Otto Bruker gegründete "Gesellschaft für Gesundheitsberatung" (GGB) in Lahnstein.

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Veröffentlicht unter Mithilfe von Frau Vivian Kate Wichmann von AKUT Hamburg Nord

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