Sozialisierungsphase
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Dennoch lässt auch die Mutter von Anfang an nichts bei ihren Kleinen durchgehen. Sind sie zu wild oder sie selbst will einmal ihre Ruhe haben, folgt auch schon prompt der so genannte "Schnauzengriff" oder der Welpe wird von der Mutter auf den Rücken gelegt (s.o). Sie nimmt den Fang des Welpen vorsichtig zwischen ihre Zähne und zeigt ihm somit, dass sie das so nicht haben will. Und schon ist auch Ruhe bei den kleinen Rackern.

Übrigens:  Bei erwachsenen Tieren ist es das Packen des Nackenfelles (Halsbereich) und das andere Tier wird so lange festgehalten in seiner Rückenposition, bis es still hält.

Etwas forscher geht die Mutter vor, wenn eines ihrer Welpen nicht auf ihr Kommando hört, denn in der Natur übernimmt die Mutter die Führung der Kleinen, schon alleine, um sie vor eventuellen Gefahren zu schützen... weiter geht es unten... 

Hier findest Du auf meinen Seiten spezielle Hundebücher

Ein sehr gutes Beispiel finde ich hier das Erlernen der Beißhemmung des Welpen, wenn die ersten kleinen Zähne wachsen und ein festes Zubeißen der Mutter selbstverständlich beim Säugen weh tun würde. Ist eines ihrer Welpen zu grob, wird er entweder mit der Schnauze weggeschubst oder es folgt der Schnauzengriff. So lernt der Welpe sehr schnell, wie feste er genau zubeißen kann, um der Mutter nicht weh zu tun. Und so vermittelt die Hundemutter alles Wichtige gerade in den ersten Lebenswochen, der so genannten SOZIALISIERUNGSPHASE, die bis zur ca. 7,5 Woche andauert. Was ein Welpe in diesen Tagen lernt, wird ihn auch sein ganzen Leben lang begleiten. Er lernt seine Umwelt kennen, er lernt das Miteinander leben, er lernt die Unterordnung innerhalb seines Rudels und er hat auch sicherlich eine Menge Spaß. Wird zum Beispiel ein Welpe auch nur eine Woche zu früh von der Mutter getrennt, hat dies erhebliche Auswirkungen auf sein ganzes Leben.

Viele Forscher sagen, was ein Welpe in diesen Lebenswochen verpasst, kann er nicht mehr nachholen. Diese Ansicht kann ich nur zum Teil vertreten, denn wenn man aus der Sicht eines Hundes sieht, so wie ich, gibt es Möglichkeiten nachzuholen was er versäumt hat. Dies ist zwar äußerst schwierig aber dennoch mit viel Geduld und "Hundeverstand" zu schaffen. Ganz schlimm ist es natürlich für diejenigen Winzlinge, die schon in diesen ersten Lebenswochen schlechte Erfahrungen machen. Nicht nur mit der eigenen Mutter, sondern auch mit den Menschen, bei denen sie aufwachsen. Diese psychischen Schäden sind wirklich nur sehr schwer wieder zu korrigieren. Leider sind es zu oft diejenigen Hunde, die später von einem Besitzer zum anderen wechseln, weil niemand mit ihnen zurecht kommt. Und warum?

 

 

 

 

 

 

Weil niemand den Hund versucht zu verstehen und ihn aus der persönlichen Sicht auch gar nicht verstehen kann. Die Menschen sehen leider nur, dass er sich schlecht benimmt und sich nicht in eine Familie einfügt. Das ist sehr traurig, denn ein Hund kann nicht sprechen, er kann nicht sagen, wie es ihm ergangen ist und wie man ihm helfen kann, eine riesige Hürde zum "Vertrauen" zu überwinden.

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