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In dringenden Fällen : Feuerwehr anrufen (112
von Handy oder Festnetz, der Missbrauch der Nummer ist strafbar.)
Soforthilfe oder nach unten
blättern!!!!!
- Bitte beachten Sie: In jedem Notfall verständigen Sie bitte
sofort einen Tierarzt. Halten Sie stets folgendes bereit:
- Telefonnummern Ihres Tierarztes, der nächsten Tierklinik, der
Vergiftungszentrale und eines Tiertaxis
- am besten den Impfausweis Ihres Tieres
- den Gesundheitspass (Eintragungen über Entwurmungen, Operationen,
Allergien oder Unverträglichkeiten)
- damit sich der Tierarzt gut auf Ihr Kommen vorbereiten kann, erklären Sie
ihm, was genau passiert ist und was für Symptome Ihr Hund zeigt, denken Sie
daran, dass es bei dem Tierarzt auf Minuten ankommen kann
- wenn Sie keine Nummer parat haben, können Sie auch in Notfällen die
Feuerwehr anrufen (112), die Ihnen eine Telefonnummer eines diensthabenden
Arztes weitergeben
- Bitte lesen Sie weiter unten im Inhaltsverzeichnis für die ersten
Maßnahmen, die Sie treffen können und klicken Sie auf die geforderte Hilfe.
- Sind Sie in Not, ist Ihr Hund schon mehrere Tage Krank oder bei ernstem
Verdacht einer Krankheit, Krankheiten oder heftigen Beschwerden besuchen Sie
bitte umgehend Ihren Tierarzt !!!!!!!!!!!!
Inhaltsverzeichnis
- Insektenstiche
- Schock
- Hitzeschlag
-
Blutende Verletzungen
-
blutende Pfoten
- Die
Bissverletzung
- Zeckenbiss
-
Flohbiss
-
Erbrechen
und/oder Durchfall
- Wiederbelebung
und Atmung
- Herzmassage
-
Fieber messen
- Pulszählen
- So
zählen Sie die Atemzüge pro Minute
-
Medikamenteneinnahme
- Magendrehung
- Tiernotdienst
Insektenstiche
Von dem Stich eines Insektes in den Fang oder in den
Rachen
herrscht durch starkes Anschwellen Erstickungsgefahr. Flößen Sie kaltes
Wasser ein, oder geben Sie einen Eiswürfel in den Fang. Wenn es Ihnen
möglich ist, entfernen Sie den Stachel mit einer Pinzette unter
Zuhilfenahme einer Lupe. Bitte achten Sie darauf, dass der Stachel völlig
entfernt wird. Wurde das Tier in die Pfote gestochen, machen Sie zusätzlich nasskalte Umschläge, um den Juckreis und eventuelle
Schwellungen zu mildern. In jedem Fall
fahren Sie sofort zum Tierarzt. (zurück zur Liste)
Der Schock
Unsere
Vierbeiner können, wie der Mensch auch auf verschiedene Einflüsse
schockartig reagieren. Folgende Symptome weisen auf einen Schock hin:
- das Tier fühlt sich kalt
an
- der Atem und der
Puls gehen sehr schnell
- blasses Zahnfleisch und Augenbindehäute
- Verkrampfung des Körpers
Wickeln Sie die den Hund zur Erhaltung der
Körpertemperatur in eine warme Decke ein und lassen Sie dabei den Kopf
frei, damit das Tier noch weiter atmen kann, legen
Sie ihn in Seitenlage . Eventuell sollte die Zunge herausgezogen werden, um
die Atmung zu erleichtern. Fahren Sie sofort zum Tierarzt oder rufen Sie
den Tiernotdienst an. (zurück zur Liste)
Der Hitzschlag
Hat Ihr vierbeiniger Freund in der prallen Sonne
gelegen oder war eine Zeit lang in einem warmen Auto und beginnt schnell und kurz zu atmen, hat
er Schüttelfrost,
Krämpfe oder speichelt er sehr, so sind das Anzeichen für einen Hitzschlag.
Legen Sie ihn sofort in den Schatten und benässen ihn mit kaltem
Wasser. Beginnen Sie dabei an seinen Beinen und arbeiten Sie sich weiter
bis zum Kopf vor. Wickeln Sie ihn anschließend in ein nasskaltes
Tuch oder in eine Decke. Diese Behandlung sollte nicht länger als eine halbe
Stunde dauern und fahren Sie dann sofort zum
Tierarzt. (zurück zur Liste)
Was
tun bei stark blutenden Verletzungen?
Bei einer stark blutenden Wunde
binden Sie die betroffene Gliedmasse oberhalb der Verletzung mit einem sauberen Tuch ab,
ohne vorher zu reinigen und fahren sofort zum Tierarzt. Wo ein Abbinden
nicht möglich ist, legen Sie bitte einen breitflächigen Verband an, den Sie
mit anderen sauberen Tüchern polstern, damit die Gliedmasse oder Körperteile
nicht eingeschnürt werden. Eine Pfote sollte nicht
länger als 10 Minuten abgebunden sein, denn der Folgeschaden am Tier kann größer
sein, als wenn mehr Blut verloren geht. Ist es eine sickernde Blutung,
hilft ein Druckverband weiter, bis Sie beim Tierarzt sind. Entstandene
Wunden sollten innerhalb von 4 Stunden genäht werden, ansonsten muss der
Tierarzt die Wundränder auffrischen, damit sie zusammenheilen können. (zurück
zur Liste)
Blutende Pfoten
Schneiden Sie eine kleine Baumwollsocke passend
zurecht, die Sie mit selbstklebenden Verband befestigen, oder ziehen Sie
ein Band durch zwei Löcher rechts und links ab oberen Sockenrand und
binden Sie sie über dem Nacken des Tieres fest. So kann das Tier diesen
Verband nicht durch Lecken und Kratzen entfernen. Wird ein Verband an der Pfote
angelegt, polstern Sie bitte die Zehenzwischenräume mit Watte aus, damit sich
die Zwischenräume nicht entzünden können. Damit der Verband die Pfote nicht
abschnürt, legen Sie um das Pfotenende eine dicke Polsterschicht. Die
Afterkralle wird ebenfalls dick umpolstert, damit sie nicht verletzt wird. (zurück zur Liste)
Die Bissverletzung
Tiefe Bisswunden erfordern den Einsatz von Antibiotika,
da Gefahr einer Entzündung droht. Entfernen Sie zunächst mit einer Schere
das Fell in der Umgebung der Wunde. Die betroffene Region vorsichtig mit
warmem Wasser und einem milden Desinfektionsmittel befeuchten.
Wasserlösliches Gel auftragen. Falls eine oberflächliche Bisswunde
vorliegt, den verletzten Bereich mit einer antiseptischen Creme
bestreichen, Ihr Apotheker kann Ihnen bei der Wahl einer Creme behilflich sein. (zurück zur Liste)
Zeckenbiss
Zecken gehören zu den Parasiten, die meistens in
Unterhölzern leben. Sie beißen sich zum
Blutsaugen in der Haut fest. Bei der Fellpflege wird dann oftmals
der Kopf der Zecke durch die Bürste abgerissen und die Stelle entzündet sich oder kann
Borreliose übertragen. Untersuchen Sie das Fell am bestem nach jedem Freilauf.
Findet sich ein Schmarotzer, so drehen Sie ihn mit einer Pinzette oder
speziellen Zeckenzange, die Sie in Tiergeschäften oder in der Apotheke
bekommen, aus der Haut. Vorbeugend wirkt ein kombiniertes
Floh- und Zeckenhalsband, lassen Sie sich in einem Fachgeschäft oder bei Ihrem
Tierarzt beraten, denn es gibt Produkte mit einer Langzeitwirkung, die auf den
Nackenbereich Ihres Tieres geträufelt werden. Bitte beachten Sie die Beilagen
des jeweiligen Präparates. (zurück zur Liste)
Flohbiss
Sie
erkennen einen Flohbefall beim Kämmen des Felles durch kleine schwarze
Pünktchen, das ist der Kot der kleinen Tierchen. Stetiges kratzen Ihres Hundes ist die Folge. Die Flöhe
selbst sind selten zu entdecken, da sie direkt auf der Haut und in dichtem
Fell umherkrabbeln. Deshalb ist beste Vorbeugung gegen Flöhe das Tragen eines
Ungezieferhalsbandes oder Beträufelmittels. Bei Befall desinfizieren Sie die gesamte Umgebung,
die Parasiten können vier Monate in Fugen und Ritzen ohne Nahrungsaufnahme
überleben und sich immer weiter vermehren. Über den Tierarzt sollten Sie Futter mit Medikamenten
anreichern, das Ihr Tier von Flöhen befreit. Diese medikamentöse Maßnahme
muss in gewissem Abstand erneut erfolgen, weil sonst ein Neubefall nach
vier Monaten unausweichlich ist. Es gibt Hilfe, sprechen Sie also mit Ihrem
Tierarzt. (zurück zur Liste)
Erbrechen
und/oder Durchfall
Häufiger
Stuhlgang. Der Kot ist sehr weich und flüssig und hat oft einen sehr
unangenehmen Geruch. Spannungsgefühl im Unterleib. Am besten 24 Stunden nicht
füttern, aber für reichlich Trinkwasser sorgen, da das Tier durch den
Durchfall einen erheblichen Flüssigkeitsverlust erleidet und sogar davon
sterben kann. Wenn das Tier keinen
Stuhlgang mehr hat oder der Kot wieder fester wird, geben Sie dem Tier
mehrmals kleine Portionen (etwa 1/4 der normalen tägl. Futtermenge) gedünstetes
Hühnerfleisch oder Fisch mit Reis gemischt. Nach drei Tagen bei normalem Stuhlgang können
Sie wieder wie gewohnt füttern. Wenn der Durchfall länger als 24 Stunden
anhält, das Tier teilnahmslos ist und zusätzlich erbrich, bringen Sie es
zu
Ihrem Tierarzt. Nehmen Sie möglichst eine Stuhlprobe mit zur Untersuchung. (zurück
zur Liste)
Wiederbelebung - Atmung (Mund-
zu- Nase) und Herzschlag
(Herzmassage)
Bei Herzstillstand und ausgesetzter Atmung
des Hundes:
Mit einer
Person: Zehn Herzkompressionen, danach zwei
Mund-zu-Nase-Beatmungen durchführen. Diese Kombination etwa zehnmal
pro Minute wiederholen, d.h. alle sechs Sekunden ein Ablauf.
Überprüfen Sie, ob Fremdkörper oder Speisereste in Mund und Nase
des Tieres die Luftzufuhr blockieren. Erbrochenes o.ä. lassen sich mit
Hilfe folgender Methode entfernen: An den Hinterbeinen hochhalten und
fünf bis sechsmal schütteln. Oder mit den Fingern in den Rachen greifen
und den Fremdkörper vorsichtig entfernen. Das Tier auf die rechte Seite legen, Kopf
und Hals strecken. Halten Sie den Fang des Tieres geschlossen. Aus Hygienegründen
können Sie ein
Tuch über die Nase des Tieres legen. Nehmen Sie die Nase des Tieres in
den Mund, und atmen Sie schnell fünf- bis sechsmal in die Nase, mit
kurzen leichten Atemstößen. Nach Wiedereinsetzen der
Atmung das Tier weiter beobachten. Sollte die Atmung nicht wieder
einsetzen, fahren Sie mit den Mund-zu-Nase-Beatmung fort, mit
jeweils einem Atemzug alle drei Sekunden, d.h. 20
Atemzüge pro Minute. Wiederholen, bis die Atmung wieder einsetzt. Das
Tier danach weiter beobachten. Setzt nach zehn Minuten die Atmung nicht
wieder ein, bei Blauverfärbung von Zahnfleisch und Zunge, bei
Pupillenerweiterung oder wenn eine Berührung der Augenoberfläche
keinerlei Reaktion hervorruft, ist davon auszugehen, dass das Tier nicht
mehr lebt. (zurück zur Liste)
Herzmassage
Das
Tier liegt auf der rechten Seite. Legen Sie den Daumen einer Hand im
Bereich zwischen der dritten und sechsten Rippe hinter dem linken
Ellbogen auf eine Brustseite, die Finger auf die andere Brustseite.
Mit den Fingerspitzen üben Sie eine leichte Druckmassage aus.
Wiederholen Sie die Massage etwa zehnmal. Auch nach dem Einsetzen
von Herz- und Pulsschlag muss das Tier weiter beobachtet
werden. Setzen Herz- und Pulsschlag nicht ein, muss die oben
beschriebene Herzmassage fortgesetzt werden, und zwar zehnmal pro
Minute, d.h. alle sechs Sekunden müssen zehn Kompressionen erfolgen. Nach
dem Wiedereinsetzen von Herz- und Pulsschlag muss das Tier weiterhin
beobachtet werden. Gibt es nach 10 Minuten Massage immer noch keine
Anzeichen von wiedereinsetzender Herztätigkeit, kann man davon
ausgehen, dass es nicht mehr lebt. (zurück zur
Liste)
Das
Fiebermessen
Die normale
Temperatur eines Hundes liegt bei 38/39 Grad Celsius. Liegt
die Körpertemperatur über oder unter diesem Wert, suchen Sie bitte einen
Tierarzt auf. Lassen Sie Ihr Tier von einer anderen Person festhalten.
Wehrt sie sich dennoch, sollten Sie das Fiebermessen unterlassen, da
ernsthafte Komplikationen die Folge sein könnten. Ansonsten benutzen Sie
ein bruchsicheres elektrisches Thermometer. Cremen Sie das Thermometer mit
einer neutralen Salbe wie z.B. Vaseline ein. Führen Sie das Thermometer
langsam und vorsichtig ca. 5 cm in den After des Tieres ein. Solange
das Thermometer im After des Tieres steckt, halten Sie es bitte
fest. Lassen Sie es ungefähr 60 Sekunden
stecken. Aus hygienischen Gründen können Sie vorher ein
Thermometer-Gummi (erhältlich in Ihrer Apotheke) über das Ende, welches Sie in
den After führen, überstülpen. (zurück zur Liste)
Pulszählen
Es ist nicht einfach, den Puls am Tier an der großen
Oberschenkelarterie richtig zu messen. Daher kann ich nur empfehlen,
besser den
Herzschlag zu messen. Legen Sie Ihre Hand auf die Brust des Tieres unter das linke
Ellbogengelenk. Nun sucht Ihre Hand so lange, bis Sie den Herzschlag
spüren. Zählen Sie die Schläge 30 Sekunden lang, und multiplizieren Sie dann mit zwei. Wenn Sie z.B. in den 30 Sekunden 55 Schläge gezählt
haben, hat der Hund einen Pulsschlag von 110 in der Minute. Der
normale Pulsschlag beträgt 108 bis 132 Schläge pro
Minute. (zurück zur Liste)
So
zählen Sie die Atemzüge pro Minute
Beobachten Sie den Brustkorb Ihres Tieres, zählen Sie,
wie oft sich dieser in 30 Sekunden hebt, aber Vorsicht: Zählen Sie nur das
Heben und nicht das Senken. Das Ergebnis rechnen Sie wieder mal zwei.
Gesunde Hunde machen 20 bis 30 Atemzüge in der
Minute. (zurück zur Liste)
Medikamenteneinnahme
Bringen Sie Ihr Tier in einen ruhigen Raum und stellen
Sie es auf den Tisch. Wenn es nicht stillhält, lassen Sie es von
einer anderen Person festhalten, während Sie mit einer raschen Bewegung
das Maul öffnen. Nehmen Sie dazu den Oberkiefer zwischen die Finger und
den Daumen der einen Hand. Bringen Sie Ihr Tier in einen ruhigen Raum und stellen
Sie es auf den Tisch. Wenn es nicht stillhält, lassen Sie es von
einer anderen Person festhalten, während Sie mit einer raschen Bewegung
das Maul öffnen. Nehmen Sie dazu den Oberkiefer zwischen die Finger und
den Daumen der einen Hand. Das
Maul mit dem Daumen öffnen und dabei den Kopf leicht nach oben beugen. Mit
der anderen Hand die Flüssigkeit aus einer Plastikspritze langsam auf die
Zunge träufeln, oder von der Seite zwischen den Zähnen ins Maul spritzen.
Den Kopf noch leicht nach oben halten und mit der anderen Hand den
Kehlkopf leicht streicheln, so wird das Medikament geschluckt. Erst
dann den Kopf loslassen.
Tabletten können unter das Futter gemischt werden
oder in ein Stück Fleischwurst gelegt werden. Füttern Sie erst einige Stücke
ohne Tablette, sonst werden die Tabletten gerne wieder ausgespuckt. (zurück zur Liste)
Magendrehung
Häufig betroffen sind große Hunderassen. Sie
entsteht, wenn sich Hunde mit vollem Magen schnell bewegen. Der Magen dreht sich
im Bauch und schnürt sich somit ab. Gase füllen den Innenbereich. Der Hund
bekommt sehr starke Schmerzen, erbricht in häufigen Fällen und hat einen sehr
aufgeblähten Bauch. In den Fällen einer Magendrehung stirbt der Hund an
Herzversagen, wenn er nicht schnellstmöglich operiert wird. Also rufen Sie so
schnell wie möglich einen Tierarzt an. (zurück zur Liste)
Tiernotdienst
Die Telefonnummer des Tiernotdienstes steht in der Tagespresse Ihrer
Stadtzeitung. In dringenden Fällen rufen Sie die Notrufnummer 112 der
Feuerwehr, dort hilft man Ihnen sicherlich weiter.
Halten Sie zusätzlich immer eine Telefonnummer einer nächstgelegenen
Tierklinik bereit oder die Ihres Haustierarztes.
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